Die Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz lebte von 1941 bis 1974 im Frankfurter Westend. In ihrem Buch „Gott und die Welt – Aufzeichnungen aus der Wiesenau“ schildert sie den gesellschaftlichen Aufbruch nach dem 2. Weltkrieg, studentische Proteste & tiefgreifende städtebauliche Veränderungen. Der Rundgang zu Frankfurt liest ein Buch mit Christian Setzepfandt folgt ihren Spuren durch ein literarisch & politisch aufgeladenes Viertel.
Die Veranstaltung
Christian Setzepfandt lädt Sie im rahmen von "Frankfurt liest ein Buch 2026" ein zu einem
literarisch-historischen Rundgang durch das Frankfurter Westend, einem Stadtteil, der wie kaum ein anderer für die
gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Umbrüche der Nachkriegszeit steht.
Marie Luise Kaschnitz lebte hier von 1941 bis 1974, viele Jahre davon in der
Wiesenau 8, und machte das Viertel zum Schauplatz ihrer literarischen Beobachtungen.
Ausgehend von ihrem Werk
„Aufzeichnungen aus der Wiesenau“ thematisiert der Rundgang die
Jahre des Aufbruchs nach dem Zweiten Weltkrieg, die
gesellschaftlichen Auseinandersetzungen im Umfeld der Frankfurter Universität sowie die
studentischen Protestbewegungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den
baulichen Veränderungen im Westend, die durch eine massive Grundstücksspekulation ausgelöst wurden und den Stadtteil zu einem
Brennpunkt gesellschaftlicher Konflikte machten.
Kaschnitz erlebte diese Umbrüche unmittelbar – sie beeinflussten
ihr eigenes Leben ebenso wie das ihrer
Freunde und Schriftstellerkollegen, darunter
Paul Celan und
Peter Handke. Der
Suhrkamp- und Inselverlag in der Lindenstraße erscheint dabei als eines der zentralen Orte der literarischen Verarbeitung neuer Denkansätze jener Zeit.
Der Rundgang führt Sie zu wichtigen Stationen im Westend, darunter das
Café Laumer, der
Palmengarten sowie die
Wohn- und Arbeitsorte von Wegbegleitern der Autorin.
Geleitet wird die Führung von
Christian Setzepfandt, der diesen besonderen Abschnitt der
Frankfurter Literatur- und Stadtgeschichte kenntnisreich und anschaulich vermittelt.
Die Partner
Was ist „Frankfurt liest ein Buch"?
„Frankfurt liest ein Buch“ ist ein jährliches Lesefestival in Frankfurt, bei dem sich alles um ein ausgewähltes Buch dreht. Ziel des Festivals ist es, ein Buch zum Gemeinschaftserlebnis für möglichst viele Menschen zu machen – durch Lesungen, Gespräche, Veranstaltungen, Stadtspaziergänge und kulturelle Begleitungen rund um das jeweilige Werk. Dabei sind sowohl professionelle Veranstaltungen als auch Beiträge von Bürgern willkommen. Termin des Lesefestivals 2026: Montag, 20. April 2026 bis Sonntag, 3. Mai 2026 in Frankfurt. Mehr Infos und komplettes Programm unter
www.frankfurt-liest-ein-buch.de
Infos
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt: 15 Minuten vor Beginn an der U-Bahnstation Westend, Östlicher Ausgang Bockenheimer Landstraße/ Freiherr-vom-Stein-Straße
Rollstuhl- und/oder Kinderwagengerecht: Nein
Mindestalter: 16